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ADS - das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

Das Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom

Es gibt insgesamt drei verschiedene Varianten eines Aufmerksamkeits – Defizit – Syndroms (ADS). Häufig wird zwischen den drei Varianten begrifflich nicht unterschieden. Aufgrund der unterschiedlichen Symptomatik erscheint dies jedoch von besonderer Bedeutung. Demzufolge muss differenziert werden zwischen:

  1. Dem Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom ohne Hyperaktivität (ADS)
  2. Dem Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS) und
  3. Einer Mischform aus ADS und ADHS

Anders als beim AHDS fehlt dem ADS die hyperaktive, also die „zappelige“ Ausrichtung. Kinder mit einem ADS treten durch unkonzentriertes und dadurch auch unaufmerksames (abwesendes) Verhalten in Erscheinung. Zur Hauptsymptomatik des ADS (ohne Hyperaktivität) zählen neben der Unaufmerksamkeit und der schlechten Konzentrationsfähigkeit auch die ungenügende Kontrolle über von außen auf die Person einströmende Impulse, wodurch diese Kinder dann häufig einfach abschalten. Anhand der Hauptsymptomatik erklärt sich auch, weshalb Menschen mit ADS als „Träumer“ bezeichnet werden.

Syndrom

Das Wort „Syndrom“ impliziert, dass sich das Krankheitsbild nicht nur aus den Hauptsymptomen zusammensetzt, die in der Regel bei allen ADS – Kindern mehr oder minder ausgeprägt sind, sondern darüber hinaus auch Nebensymptome auftreten, die in unterschiedlicher und somit individueller Form in Erscheinung treten. Hierunter fallen in besonderer Weise auch spezifischen Probleme beim Lesen und Rechtschreiben und / oder Rechnen.

Diagnose

Da insbesondere unkonzentriertes Verhalten auch in Erscheinung treten kann ohne dass Kinder direkt unter einem ADS leiden, fällt die diagnostische Abgrenzung nicht leicht. Generell sollten sich die ADS – typischen Symptome über einen Zeitraum von mindestens sechs Monate hinweg in mehreren Lebensbereichen (Kindergarten / Schule, zu Hause, Freizeit) immer wieder gezeigt haben. In der Regel wird eine Diagnosestellung nicht vor dem sechsten Lebensjahr gestellt, da sich insbesondere in der Kleinkindentwicklung ADS – ähnliche Verhaltensweisen zeigen können, die nicht zwangsläufig auf das Syndrom schließen lassen. Darüber hinaus müssen im Rahmen der Diagnosestellung auch Krankheiten berücksichtigt werden, die ähnliche Symptome aufweisen. Man spricht diesbezüglich von einer differentialdiagnostischen Abgrenzung.

Eine gesicherte ADS – Diagnose zu stellen und somit auch die Grenze zwischen Krankheitsbild und generell schwierigem Verhalten aufgrund anderer Ursachen zu erkennen, ist nicht immer einfach. Nicht zuletzt aus diesem Grund gehört sie in die erfahrenen Hände eines spezialisierten Kinderarztes (= Pädiater) oder spezialisierten Psychologen.

In der Regel erfolgt eine Diagnosestellung auf Basis

  1. einer gezielten Befragung der Eltern
  2. einer gezielten Befragung der ErzieherInnen und / oder LehrerInnen
  3. eines eigens erstellten psychologischen Gutachtens
  4. einer ärztliche (klinische) Diagnostik, die primär organische Probleme als Ursache für das auffällige Verhalten ausschließen soll.

Therapie - Therapieplan

Auf Basis der Diagnose und der darin erkannten Probleme kann dann ein individueller Therapieplan erstellt werden. Prinzipiell unterscheidet man

  • Die medikamentöse Therapie des ADS
  • Die psychotherapeutische und heilpädagogische Therapie des ADS
  • Die Ernährungstherapie des ADS
  • Und die Integration aller therapeutischen Maßnahmen in das häusliche Umfeld

Diese häusliche Integration ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil beispielsweise im Rahmen psychotherapeutischer und / oder heilpädagogischer Therapien erlernte Verhaltensweisen nur dann dauerhaft gefestigt werden können, wenn Eltern zum einen in die Therapie integriert werden und wissen worum es geht (Informationsfluss), zum anderen aber auch hinter dieser Therapieform stehen.

Eine Kombination verschiedener Therapieformen ist immer möglich, wobei darauf geachtet werden sollte, dass sie zum individuellen Erscheinungsbild des ADS und somit auch zum Kind selbst passt. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: ADS

Ihr
Dr. Nicolas Gumpert


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Über den Autor:

Dr. Nicolas Gumpert
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